Der Meister

Frank Hans-Eberhard Paul Ober

dermeister-1erblickte am 28.8.1961 in Osnabrück das Licht dieser doch so wunderbaren Welt und wuchs die ersten 6.6 Jahre in Lingen/Ems auf. In Berlin eingeschult blieb er dieser Stadt leider auch nur 3 Jahre treu, um dann ins sonnige Freiburg umzuziehen und dort ein halbes Jahr Gymnasium zu geniessen. Mengenlehre war nicht so schwierig doch mit dem Umzug nach Bayern explizit Franken bekam die Schul- laufbahn einen Knick. Die Anforderungen waren immens und so scheiterte ich leider auf dem Adam Kraft Gymnasium nach 8 Jahren ohne Abschluss.

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Mit 380 Kilo auf dem Weg nach Afrika.

Wichtig für mich war 1975 die Umkehr zum Vegetarismus (da ich der Meinung bin mensch hat nicht das Recht Tiere oder die Natur zu töten) und im selben Jahr wurde ich auch konfirmiert. Zwei Jahre später begann dann eine zehnjährige Leidenschaft auf motorisierten Zweirädern vom 50ccm Honda Mokick bis zum 50 PS BMW Motorrad, das ich auch bis fast zur Schraube zerlegte. Große Reisen von Lissabon bis Istanbul wurden erlebt, fremde Länder erkundet und auch das schneesichere Elefantentreffen konnte mich bei Minusgraden im Zelt nicht schrecken.

dermeister-4Schulisch strengte ich mich auf der Abendrealschule, neben der Arbeit an, mit dem Erfolg des Abschlusses der Mittleren Reife und erreichte mit 23 Lenzen endlich die Fachhochschulreife. Dann begann eine 6-monatige Reise durch die Sahara bis zur Elfenbeinküste. 1986 wurde ich dann Vater eines 55cm großen Paul und begann eine Zweijährige Ausbildung zum Kfz-Mechaniker in einem Kleinbetrieb für alle Marken. Es wurden vom Motorwechsel einer Ente bis zur Ventileinstellung eines Jaguars alle möglichen und unmöglichen Tätigkeiten ausgeführt. Nach zwei Gewissensprüfungen durfte ich mit Abschluss der Gesellenprüfung 15 Monate einen Schwerstbehinderten betreuen, wo ich lernte Gott dankbar zu sein. Gesundheit und Nächstenliebe als hohes Gut.
Das Fahrrad war schon zur Lehrzeit zum wichtigsten Verkehrsmittel geworden.

dermeister-5Anschließend wurde ich mobiler Fahrradreparateur in den Metrohäusern und anderen Großmärkten in Bayern. So arbeitete ich trotz hervorragender Ausbildung keinen Tag als Kfz-Mechaniker, da ich Autos aus ökologischer Sicht nicht mehr vertreten konnte. Mit Flugzeugen und dem ICE geht es mir heute genauso.

So frage ich wofür/warum muss diese unsere Gesellschaft immer weiter Beschleunigen, wenn sie dann später doch im Stau steht. Genauso sieht es meiner Meinung nach auch mit diesem Medium Computer und den Handys aus. Nach 2,5 Jahren Tätigkeit und 60000km mit einem Ford Transit hatte ich die Faxen dicke. Sehr schlechte Räder, Schwierigkeiten mit Ersatzteilen, unbequeme Kunden und die ständigen Staus veranlassten mich zur Kündigung. Nebenbei betrieb ich mit Minimalöffnungszeiten von 15-18 Uhr r.o.a.r und vermehrte die Mieträder stetig.

Mit dem Rad auf die große Reise zu gehen gehörte nun im Herbst zu meinem Jahreszyklus. Spanien/Marokko; Griechenland/Türkei; Italien/Tunesien und 1992 mit meinem Sohn auf dem Tandem 2 Monate durch Kenia/Tansania sind unvergessliche Abenteuertouren. Über diese Reisen schrieb ich auch in unserer Kundenzeitschrift Abfahren 2/96 und 4/98.

Danke für Ihre (Deine) geschätzte Aufmerksamkeit.